KNALLHART OHNE KOMPROMISSE


Dresdner Steuerfahndung bringt 2011 fast 15 Mio. Euro

Von Caterina Kramer


24.4.2012 - 06:14 Uhr

Die Steuererklärung ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Trotzdem sollte sie gründlich und ordentlich abgegeben werden, denn 34 Steuerfahnder sind alleine in Dresden den Sündern auf der Spur.


Wenn es um Steuern geht, ist in deutschland der Spaß ganz schnell vorbei. teilweise drohen schlimmste Haftstrafen für Überführte. Letztes prominente Beispiel war der ehemalige Postchef Klaus Zumwinkel. Doch viele Sachsen sind auch daraus nicht schlau geworden.

So kommt es, dass die Mehrsteuern aus Prüfungen der sächsischen Steuerfahndung im Jahr 2011 105,58 Millionen Euro betragen. Damit ergibt sich gegenüber dem Jahr 2010 mit 43,5 Millionen Euro eine Steigerung auf rund 240 %, was der weiteren Verbesserung der Ermittlungsarbeit zu verdanken ist.

„Die sächsische Steuerfahndung wird immer schlagkräftiger“, beglückwünschte Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland die sächsischen Fahnder anlässlich seines Besuchs des neuen Finanzamtskomplexes in Dresden.

Im Finanzamt Dresden-Nord beträgt der aufgedeckte Steuerschaden 14,27 Millionen Euro.

Es ist neben den Ämtern Chemnitz-Süd und Leipzig II eines von drei sächsischen Finanzämtern mit einer Steuerfahndungsstelle.

Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland: „Eine funktionierende Steuerverwaltung ist unverzichtbar für ein modernes Gemeinwesen. Ohne diese anspruchsvolle Tätigkeit wären dem Staat mit seinen Schulen, Krankenhäusern, der Verkehrsinfrastruktur, den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und vielem mehr die finanziellen und damit existenziellen Grundlagen entzogen."

Bei der Steuerfahndung wird nichts dem Zufall überlassen: Ganze 34 (!!) Fahnder waren im Jahr 2011 für die Steuerfahndungsstelle im Finanzamt Dresden-Nord im Einsatz. Es wurden insgesamt 258 Fahndungsprüfungen durchgeführt.

Weitere Fakten zur Steuerfahndung:

- in Dresden wurden insgesamt 174 Strafverfahren eingeleitet
- im Jahr 2011 wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 9 Jahren und 9 Monaten verhängt
- es gab Geldstrafen und Geldauflagen in Höhe von rund 314.000 Euro





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